Meine kleine Apfelbeichte
Also, ich geb’s zu: Wenn irgendwo „Apfelkuchen“ steht, bin ich die Erste, die sich das größte Stück auf den Teller schaufelt. Saftig, zimtig, warm – ein absoluter Herbsttraum. So ein Bretonischer Apfelkuchen… ich könnte mich reinlegen, ehrlich.
ABER: Ich habe ein kleines Problem mit dem klassischen Apfelkuchen. Genauer gesagt mit dieser dicken Streuselschicht obendrauf. Ich liebe den Geschmack, das ist klar. Aber es tut mir einfach nicht gut. Denn: Zucker pur, null Nährstoffe, und mein Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn. Das heißt: ich habe einen Blähbauch und werde müde – und das hasse ich!
Und mal ehrlich: Wir alle lieben Streusel, aber eigentlich machen sie eben nur müde, lassen uns nach dem Kuchen nach noch mehr Kuchen lechzen (Übrigens: Zucker aktiviert im Gehirn die gleichen Belohnungszentren wie Kokain! Krass, oder?).
Deshalb hab ich mir gedacht: Warum nicht Apfelzeit mal ganz anders? Ohne Zucker-Streusel, dafür mit Proteinen, die mich satt machen, gut für meine Muskeln sind und mich auch beim Abnehmen unterstützen. Und: ich kann ihn auch ohne schlechtes Gewissen meinem Kind anbieten (der liebt Apfelkuchen nämlich genauso wie ich!)
Heute gibt’s: hier also: Apfelkuchen ohne Zucker, Apfel-Desserts und Snacks – alle proteinreich, blutzuckerfreundlich und so lecker, dass du Streusel ab sofort nicht mehr vermissen wirst.
Wenn du auch auf Pflaumenkuchen stehst, findest du hier viele leckere Rezepte mit Pflaumen und Zwetschgen!
Warum Protein dein bester Freund in der Apfelzeit ist
Wenn du wie viele Frauen mit Insulinresistenz kämpfst oder einfach das Gefühl hast, dass du trotz Sport und Kaloriendefizit nicht abnimmst, dann hör mir jetzt ganz genau zu:
- Protein sättigt länger als Kohlenhydrate.
- Es hält deinen Blutzucker stabil (bye bye Heißhunger).
- Dein Körper verbrennt beim Verstoffwechseln von Protein sogar mehr Kalorien als bei Fett oder Zucker (Thermogenese lässt grüßen).
- Und – wichtig für uns Mamas und Vielbeschäftigte – es verhindert den klassischen Nachmittagstief-Absturz nach Kaffee + Kuchen (das musst du unbedingt ausprobieren… dass das so einen Unterschied macht glaubt mir keiner!)
Das heißt: Protein im Kuchen ist ein super Upgrade!
Wieso viele Menschen trotz Sport und Kalorienzählen nicht abnehmen, erfährst du übrigens hier: zum Blogbeitrag
Apfel-Rezepte ohne Streusel, aber mit Protein
1. Protein-Apfelkuchen aus der Springform
Zutaten:
- 3 Äpfel, in dünne Spalten geschnitten
- 250 g Magerquark
- 200 g Skyr oder griechischer Joghurt (0,2 % Fett)
- 3 Eier
- 40 g Whey-Protein Vanille (z. B. hier mein Favorit, weil es sich super auflöst und wirklich wirklich lecker ist*)
- 50 g gemahlene Mandeln
- 30 g Erythrit* oder Xylit
- 1 TL Zimt
- 1 TL Backpulver
Zubereitung:
- Ofen auf 180 °C vorheizen.
- Quark, Skyr, Eier, Proteinpulver, Mandeln, Süße und Zimt verrühren.
- Backpulver unterheben, Teig in eine gefettete Springform geben.
- Apfelspalten fächerförmig obendrauf legen.
- 35–40 Minuten backen.
👉 Ergebnis: Cremig, saftig, proteinreich – man könnte sagen Käsekuchen trifft Apfelkuchen. Wer liebt denn keine extra Vanilleschicht im Kuchen?
2. Overnight Apple Protein Oats
Perfekt für busy Moms und Morgenmuffel.
Zutaten:
- 50 g Haferflocken (zart oder kernig)
- 200 g Skyr
- 20 g Proteinpulver Vanille
- ½ Apfel, gerieben
- 1 TL Zimt
- 1 TL Leinsamen* oder Chiasamen
Alles in ein Glas schichten, über Nacht in den Kühlschrank stellen, morgens wie Apfelkuchen im Glas genießen. Skyr und Proteinpulver sorgen dafür, dass du lange satt bleibst und stabilisieren deinen Blutzucker. Leinsamen sind ballaststoffreich.
Optional mit ein paar Walnüssen oder Mandelsplitter toppen, so bekommst du noch ein paar gesunde Fett – denn auch die sind super für einen stabilen Blutzuckerspiegel .
3. Heiße Apfel-Zimt-Protein-Bowl
Wärmend, sättigend – ein echtes Comfortfood eben!
- 1 Apfel, gewürfelt und in ½ TL Kokosöl anbraten
- Mit Zimt und einem Schuss Wasser weichdünsten
- 250 g Skyr oder Quark + 20 g Proteinpulver einrühren
- Warm servieren
Schmeckt wie Apfelstrudel, aber ohne Blähbauch und Müdigkeit danach. Klingt doch super, oder? Ist es auch!
4. Apfel-Protein-Pfannkuchen

Zutaten:
- 2 Eier
- 30 g Proteinpulver neutral (z.B. dieses hier, das ist seit Jahren mein liebstes neutrales Proteinpulver – auch toll für herzhafte Gerichte*)
- 50 g Dinkelmehl
- 100 ml Hafermilch
- 1 Apfel in feine Stückchen
Alles mischen, Pfannkuchen ausbacken, Apfelstücke mit rein. Mit Zimt toppen. So einfach! Und so lecker! Mein Sohn liebt sie, vor allem mit Hüttenkäse oder Mandelmus bestrichen.
👉 Pro Pfannkuchen ca. 15 g Protein!
5. Apfel-Zimt-Protein-Muffins (Meal Prep-Queen Edition)
Zutaten:
- 2 Äpfel, gewürfelt
- 150 g Magerquark
- 2 Eier
- 60 g Whey Protein
- 60 g Dinkelvollkornmehl
- 40 g gemahlene Haferflocken
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Zimt
Alles verrühren, in Muffinformen füllen, 20 Min bei 180 °C backen.
👉 Perfekt zum Mitnehmen ins Büro oder für den Spielplatz.
Ein paar Fakten zur Apfelzeit 🍎
- Äpfel haben über 7.000 verschiedene Sorten weltweit – und doch essen 80 % der Deutschen nur 3 Sorten (Waruuuuum?).
- Ein mittelgroßer Apfel hat rund 4 g Ballaststoffe – das ist schon 15 % deines Tagesbedarfs.
- Wer täglich einen Apfel isst, hat ein um 27 % geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes.
Welche Apfelsorten eignen sich wofür?
Äpfel sind nicht gleich Äpfel – auch wenn sie im Supermarktregal manchmal alle gleich aussehen. Je nachdem, ob du backen, snacken oder einen Smoothie zaubern willst, lohnt sich die richtige Wahl. Hier meine kleine Apfelkunde für die nächste Einkaufstour:
Boskop – der Backheld
Boskop ist der Klassiker, wenn’s um Apfelkuchen geht. Sauer, fest und beim Backen wird er wunderbar weich, ohne zu zerfallen. Perfekt also für unseren Protein-Apfelkuchen oder Muffins. Kleiner Nachteil: roh sind sie oft sehr sauer. Also besser in den Ofen damit!
Elstar – der Allrounder
Elstar ist knackig, saftig und leicht süß-säuerlich. Er funktioniert super für Kuchen, Overnight Oats oder als Snack zwischendurch. Wenn du nur eine Sorte im Haus haben willst, dann nimm Elstar – der macht fast alles mit.
Pink Lady – der Schöne unter den Äpfel
Knackig, süß, hübsch rosa – der Instagram-Apfel unter den Sorten. Zum Backen eher ungeeignet (zu süß, verliert schnell an Form), aber roh als Snack unschlagbar. Ideal für deine Lunchbox oder in den Salat.
Braeburn – der Salatfreund
Braeburn ist fest, leicht säuerlich und bleibt auch in dünnen Scheiben knackig. Ich liebe ihn im Apfel-Spinat-Salat mit Feta und Kichererbsen – da bringt er den perfekten Crunch.
Jonagold – der Dessert-Typ
Süß, saftig und mild. Jonagold eignet sich für Desserts, Kompott oder unsere warmen Apfel-Zimt-Bowls. Aber Achtung: weniger Säure = etwas weniger spannend im Kuchen.
Granny Smith – der grüne Energiebooster
Granny Smith ist der Zitrone unter den Äpfeln: knackig, richtig sauer und super frisch. Perfekt, wenn du einen Kontrast in süßen Bowls oder Pfannkuchen willst. Und ganz ehrlich – in einem Smoothie sorgt er für den extra Kick.
👉 Tipp: Wenn du Apfelkuchen backen willst, mische zwei Sorten! Zum Beispiel Boskop (säuerlich, aromatisch) und Elstar oder Jonagold (süß, saftig). So wird dein Kuchen ausgewogen im Geschmack – und keiner merkt, dass er „gesund“ ist.
Q&A: Deine Fragen zur Apfelzeit
❓Welches Proteinpulver eignet sich am besten?
Ich nehme Vanille-Whey, weil’s den Kuchen süßer macht und ich diese Vanillenote gerne mag. Als vegane Variante könntest du Reis- oder Erbsenprotein nehmen. Meine beste Freundin, die seit vielen Jahren vegan ist, schwört auf dieses: veganes Proteinpulver*
❓Sind Äpfel nicht auch Zuckerbomben?
Nein. Ein Apfel hat ca. 12 g Fruchtzucker, aber durch Ballaststoffe + Polyphenole steigt dein Blutzucker viel sanfter an als bei einem Apfelkuchen mit Streuseln. Und natürlich haben Äpfel auch noch viele Vitamine, was ein weiterer toller Pluspunkt ist.
❓Kann ich die Rezepte einfrieren?
Yes! Besonders Muffins und Pfannkuchen eignen sich super zum Einfrieren. Einfach portionsweise einfrieren und bei Bedarf auftauen. Ich entnehme oft abends einen für meinen Sohn aus dem Tiefkühlfach und lasse ihn dann über Nacht im Kühlschrank auftauen.
❓Hilft Apfel + Protein wirklich beim Abnehmen?
Ja! Protein sorgt für Sättigung, Apfel bringt Ballaststoffe, und zusammen verhindern sie Heißhungerattacken – dadurch nimmst du weniger Kalorien zu dir. Es ist eigentlich ganz einfach: wenn du abnehmen willst, musst du nur weniger Kalorien zu dir nehmen als du verbrennst.
❓Kann ich die Rezepte auch ohne Proteinpulver machen?
Ja, klar! Ersetze das Proteinpulver durch 2–3 EL gemahlene Mandeln, Hafermehl oder mehr Quark. Der Proteingehalt sinkt zwar ein bisschen, aber die Rezepte funktionieren trotzdem – und sie bleiben blutzuckerfreundlich.
❓Sind Äpfel nicht auch Zuckerbomben?
Nope. Ein mittelgroßer Apfel hat ca. 12 g Fruchtzucker – ABER: er bringt auch Ballaststoffe, Vitamin C und Polyphenole mit. Diese Kombination sorgt dafür, dass dein Blutzucker nicht wie bei Kuchenstreuseln durch die Decke geht. Ein Apfel + Proteinquelle = stabiler Blutzucker.
❓Kann ich die Rezepte einfrieren?
Auf jeden Fall! Besonders Muffins, Kuchenstücke und Pfannkuchen lassen sich easy einfrieren. Pack sie in Gefrierbeutel oder Dosen, und taue sie bei Bedarf auf – im Backofen werden sie sogar wieder wie frisch.
❓Sind die Rezepte auch für Kinder geeignet?
Ja! Kinder lieben die Süße von Äpfeln – und mit Protein aus Quark oder Skyr haben sie gleich einen besseren Nährwert. Wenn du für Kinder kochst, lass einfach Süßstoffe (wie Erythrit) weg und süße lieber mit Banane oder Datteln. Lass bei Kindern das Proteinpulver weg und ersetze es wie oben genannt.
❓Welche Apfelsorten haben den wenigsten Zucker?
Eher säuerliche Sorten wie Boskop oder Granny Smith. Pink Lady & Gala gehören zu den süßesten, haben also etwas mehr Zucker – aber durch die Ballaststoffe sind auch sie okay.
❓Kann ich die Rezepte auch Low Carb machen?
Ja, easy! Ersetze Mehl durch Mandelmehl oder Kokosmehl, und nutze statt Haferflocken gemahlene Mandeln oder Flohsamenschalen. Bei den Pfannkuchen klappt das super.
❓Wie viel Protein ist eigentlich „genug“?
Für Frauen mit Insulinresistenz oder Abnehmziel sind ca. 1,2–1,5 g Protein pro Kilo Körpergewicht optimal. Beispiel: Bei 70 kg solltest du ca. 85–100 g Protein pro Tag essen. Mit Skyr, Quark und unseren Apfel-Rezepten kommst du da locker hin.
❓Kann ich auch andere Früchte verwenden?
Natürlich! Birnen sind ein super Ersatz, auch Beeren (Heidelbeeren, Himbeeren) funktionieren klasse. Wichtig ist: Kombiniere die Frucht immer mit Protein, dann bleibt dein Blutzucker stabil.
Fazit: Auch Apfelkuchen oder Zucker schmeckt richtig gut!
Wer sagt, dass Apfelzeit immer gleich Streusel, Butter und Food-Koma bedeutet?
Mit unseren Proteinrezepten holst du dir echtes Apfelkuchen-Feeling nach Hause – ohne Müdigkeit, Blähbauch und Co. Deine Muskeln freuen sich, dein Blutzucker bleibt stabil und du musst nie wieder das Gefühl haben: „Kuchen, also schon wieder Cheat Day!“. Das Leben ist doch zu schade, um sich müde und aufgedunsen zu fühlen.
Also: Ran an die Äpfel, Mixer anwerfen und ausprobieren!
Und wenn dich jemand fragt, warum du Apfelkuchen ohne Streusel machst, dann sag einfach:
„Weil ich’s kann – und weil ich mir etwas Gutes tue.“
Denn nicht vergessen: Gute Ernährung ist Self Care!
Und diese Rezepte sind nicht nur gesund, sondern auch richtig lecker! Das glaubt dir keiner – bis sie probieren. 😉
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