Zwischen Plätzchenkrümeln und Jahresend-Chaos kommen die Rauhnächte Rituale
Ich weiß ja nicht, wie’s dir geht – aber die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr fühlen sich für mich jedes Jahr gleich an: irgendwo zwischen Food-Koma, Papiermüll von den Geschenkebergen und dem Versuch, noch schnell „alles fertig zu machen“, bevor das neue Jahr kommt. Und genau da kommen die Rauhnächte Rituale ins Spiel. Diese magischen zwölf Nächte sind wie ein geheimes Reset-Fenster, in dem du dein inneres System neu starten kannst – quasi ein Detox für Seele und Nerven.
Ich hab sie das erste Mal ausprobiert, als ich völlig ausgebrannt war: frisch Mama geworden, zu viele To-dos, zu wenig Schlaf, und ein Kopf voller Gedanken, die mich anschrien mit „Du musst noch die Kleiderschränke ausmisten“ und „Du musst noch die Weihnachtsdeko in den Keller bringen“.
Was soll ich sagen? Ich hätte nie gedacht, dass ein paar Kerzen, eine Tasse Tee und ein bisschen Bewusstheit so viel Ruhe bringen können. Seit dem freue ich mich jedes Jahr auf’s Neue auf meine Rauhnächte Rituale.
Was sind die Rauhnächte eigentlich?
Kurz gesagt:
Die Rauhnächte sind die Zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem 6. Januar – also zwischen dem alten und dem neuen Jahr.
Früher glaubte man, in dieser Zeit sei der Schleier zur „anderen Welt“ besonders dünn – und man könne Altes loslassen, Visionen empfangen und sich auf das neue Jahr einstimmen.
Übersetzt in die heutige Zeit heißt das eigentlich Folgendes:
👉 Zeit für Reflexion, Dankbarkeit und ein bisschen weniger Stress.
Traditionell dauern sie vom 25. Dezember bis 5. Januar, wobei jede Nacht für einen Monat des kommenden Jahres steht.
Also:
- Nacht 1 = Januar
- Nacht 2 = Februar
- …
- Nacht 12 = Dezember
Und weißt du was?
Auch wenn du kein großer Esoterik-Fan bist (das bin ich nämlich auch nicht)… du brauchst hier keine Esoterik-Ausrüstung – nur Zeit, Ruhe und Lust auf ein bisschen Magie im Alltag.
Warum Rauhnächte Rituale so gut gegen Stress helfen
Mal ehrlich: Wir leben doch alle in Dauer-Anspannung.
Das Handy blinkt, der Kopf rauscht und unsere To-do-Listen sind noch länger als unsere Netflix-Listen (und das soll was heißen!).
Die Rauhnächte sind dein Mini-Retreat zuhause, denn sie bringen dich automatisch dazu:
- langsamer zu werden
- zu reflektieren
- bewusst zu atmen (und nicht nur zu funktionieren)
- dich auf Wesentliches zu konzentrieren
Psychologisch betrachtet ist das eigentlich nichts anderes als Achtsamkeitstraining mit Kerzenlicht. Aber gerade weil es zur Zeit der Rauhnächte so viele tun, macht es zu dieser besonderen Zeit besonders viel Spaß.
Dein Nervensystem dankt es dir. Und dein Blutzucker auch.
Warum Stress direkt deinen Blutzucker beeinflusst (und wie diese Rauhnächte Anleitung hilft)
Wenn du denkst, dass nur Schokolade, Weißbrot und Co. deinen Blutzucker hochjagen – halt dich fest: Stress kann das genauso gut. Wirklich. Und zwar selbst dann, wenn du dich super gesund ernährst.
Denn sobald du gestresst bist – egal ob durch Arbeit, Familie oder den Klassiker „Ich muss noch schnell …“ – schüttet dein Körper Cortisol und Adrenalin aus. Diese beiden Hormone sind eigentlich dafür da, dass du im Notfall wegrennen oder kämpfen kannst (Fight-or-Flight-Modus, hast du sicher schon mal gehört).
Dafür sorgt der Körper, indem er Zucker ins Blut schickt – damit du Energie hast, um zu überleben.
Das Problem?
Heute rennen wir nicht mehr vor Säbelzahntigern weg, sondern vor Deadlines, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsstress.
Und der Zucker im Blut? Der bleibt – weil wir ihn nicht „wegbewegen“.
So sabotiert Dauerstress deinen Blutzucker:
- Cortisol hält den Blutzucker dauerhaft oben – du bist also in einer Art „innerem Turbo-Modus“.
- Du bekommst plötzlich Heißhunger auf Süßes oder Kohlenhydrate, weil dein Gehirn denkt, du brauchst Nachschub.
- Dein Schlaf leidet, was wiederum Insulinresistenz fördert.
- Dein Insulinspiegel bleibt zu hoch, was langfristig das Abnehmen schwerer macht.
Kurz gesagt: Stress ist wie ein unsichtbarer Zuckerlieferant, der dich heimlich sabotiert.
Und genau da helfen die Rauhnächte.
Weil du in dieser Zeit:
- bewusster atmest,
- langsamer lebst,
- und dein Nervensystem endlich mal aus dem Dauer-Alarm-Modus holst.
Sobald dein Körper merkt „Ich bin sicher“, sinken Cortisol und Adrenalin – und mit ihnen dein Blutzuckerspiegel.
Du wirst gelassener, schläfst besser, hast weniger Heißhunger und dein Energielevel stabilisiert sich.
Oder wie ich es hier auf dem Blog gerne immer wieder nenne:
✨ Stress loslassen ist der natürlichste Blutzuckersenker der Welt.
Also wenn du dieses Jahr wirklich was für deine Gesundheit tun willst – fang nicht mit Verzicht an, sondern mit Entspannung. Schöner kannst du eh nicht ins neue Jahr starten.
Die Rauhnächte sind dein Reminder, dass Balance manchmal heilender ist als jeder Diätplan. Falls Abnehmen auch bei dir auf der Vorsatz-Liste für’s neue Jahr stehen, habe ich hier noch zwei interessante Blogartikel für dich:
Wieso du trotz Kalorienzählen und Sport manchmal nicht abnimmst
11 Abnehm Vision Board Ideen, die dir dabei helfen dein Ziel endlich zu erreichen
Deine Rauhnächte Anleitung: Vorbereitung
Bevor du loslegst, bereitest du dich vor. Dazu brauchst du kein kompliziertes Equipment.
Aber ein bisschen Vorbereitung macht’s leichter und auch schöner:
🕯️ 1. Schaffe dir Raum
Mach’s dir schön – z. B. mit einer Kerze, einer Decke, Notizbuch und Tee.
Wichtig: Schiebe deinen Perfektionismus beiseite, es soll dich ja nicht noch mehr stressen. Hauptsache, du fühlst dich wohl.
🧘♀️ 2. Entschleunige
Verzichte bewusst auf Reizüberflutung:
- Social-Media-Pause
- keine Termine, wenn’s geht
- Handy im Flugmodus (zumindest abends)
✍️ 3. Halte ein Rauhnächte-Journal bereit
Schreib auf, was du loslassen willst, was du dir wünschst, was dich beschäftigt.
Ich garantiere dir: Wenn du nach den 12 Nächten nachliest, wirst du erstaunt sein, was sich alles getan hast.
Ich finde dieses Rauhnächte-Journal* sehr sehr schön!
🌿 4. Optional: Räuchern oder Duft
Kein Muss, aber es ist herrlich entspannend.
Beliebte Kräuter dafür sind zum Beispiel:
- Salbei (reinigt)
- Lavendel (beruhigt)
- Rosenblätter (öffnet das Herz)
- Weihrauch (klassisch – aber Achtung: kann schnell nach Kirche riechen 😅)
Ich habe mir für meine ersten Rauhnächte übrigens dieses Rauhnächte-Buch* gekauft und hatte echte Freude daran. Ganz warmherzig geschrieben und hübsch illustriert ohne viel Esoterik und Mystik. Eine Empfehlung von Herzen!
Die 12 Nächte – Rauhnächte Rituale & Inspiration für jeden Tag
Hier kommt deine Rauhnächte Anleitung mit einfachen Ritualen, die wirklich alltagstauglich sind (sogar auch mit Familie oder wenig Zeit):
1. Rauhnacht (25.12 auf 26.12 – Januar)
Thema: Neubeginn
Reflektiere dein vergangenes Jahr: Was darf gehen?
👉 Schreib drei Dinge auf, die du loslassen willst.
Verbrenn den Zettel (sicher!) oder zerreiß ihn symbolisch.
2. Rauhnacht – Februar
Thema: Beziehungen
Schreibe drei Menschen auf, denen du dankbar bist – und warum.
Vielleicht magst du einem davon spontan schreiben.
3. Rauhnacht – März
Thema: Körper & Gesundheit
Tu deinem Körper bewusst etwas Gutes: Spazieren, Bad nehmen, dehnen, früh schlafen.
Tipp: Kein Alkohol und Zucker – dein Nervensystem liebt dich dafür.
4. Rauhnacht – April
Thema: Klarheit & Visionen
Nimm dir Zeit, um zu träumen: Wie willst du dich im neuen Jahr fühlen?
Nicht „was will ich haben“, sondern: Wie will ich leben?
5. Rauhnacht – Mai
Thema: Familie & Zuhause
Mach’s dir richtig gemütlich. Räume symbolisch auf – vielleicht eine Schublade oder dein Handy-Fotospeicher.
Minimalismus entlastet die Seele!
6. Rauhnacht – Juni
Thema: Balance
Was bringt dich in die Mitte?
Vielleicht Yoga, Schreiben, Spaziergang, Tanzen. Tu’s – ohne schlechtes Gewissen.
7. Rauhnacht – Juli
Thema: Lebensfreude
Mach etwas nur für dich. Kein „muss“, kein „sollte“. Es soll pure Freude sein.
Ein neues Buch anfangen? Die Playstation rausholen, die du seit 8 Jahren nicht mehr angefasst hast? Einen warmen Kakao mit Sahne trinken in deinem Lieblingscafe? Go for it! Worauf auch immer du Lust hast!
8. Rauhnacht – August
Thema: Loslassen
Sortiere deine Gedanken – oder deine To-dos.
Schreib alles auf, was du denkst, du „musst“. Und dann: streich, was eigentlich niemandem auffallen würde, wenn du’s NICHT machst. Das ist eine tolle Übung, die ich auch außerhalb der Rauhnächte gerne mache, um mich wieder auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren.
9. Rauhnacht – September
Thema: Vertrauen
Sag laut: „Ich vertraue darauf, dass alles kommt, wie es soll.“
Klingt kitschig – hilft aber deinem Nervensystem mehr als jede To-do-Liste. Spürst du das?
10. Rauhnacht – Oktober
Thema: Ernte & Dankbarkeit
Zähle deine Erfolge, egal wie klein.
Schon mal den Tag ohne Nervenzusammenbruch gemeistert? Das zählt auch! 😄
11. Rauhnacht – November
Thema: Transformation
Wenn du merkst, du trägst Groll, Ärger oder Angst – schreib’s raus.
Dann schließ Frieden. Und zwar nicht für andere – sondern für dich. Denn dir geht es dann deutlich besser!
12. Rauhnacht – Dezember
Thema: Wünsche & Manifestation
Schreib 13 Wünsche fürs neue Jahr auf.
Jede Nacht verbrennst (oder zerreißt) du einen davon – ohne zu lesen.
Der letzte, der bleibt, ist der, um den du dich selbst kümmerst.
(Good to know: Diese Tradition ist über 1000 Jahre alt – und wird in Skandinavien bis heute so praktiziert!)
Kleine Rituale, große Wirkung: 5 Ideen für weniger Stress
Wenn du nur eine Sache aus den Rauhnächten Ritualen mitnimmst – nimm das hier:
1. Abendlampen-Ritual
Mach ab 20 Uhr alle grellen Lichter aus. Nutze nur noch Kerzen oder Salzlampen – ich habe seit etwa 6 Monaten eine Salzlampe und frage mich jeden Tag, wie ich ohne dieses Ding leben konnte. Wir haben diese Salzlampe* – die ist toll verarbeitet mit einem schönen Holzsockel und macht unfassbar schönes Licht (findet sogar mein Mann gut!). Das wirkt auf mein Nervensystem wie ein Entspannung An-Knopf.
2. Journaling-Fragen
Wenn dich was beschäftigt und du grübelst: Schreib’s auf!
- Wofür bin ich heute dankbar?
- Was darf ich loslassen?
- Was wünsche ich mir morgen?
3. Morgenmoment
Bevor du ans Handy gehst: Atme dreimal tief durch, trink Wasser, streck dich.
Klingt banal – verändert aber, wie dein Tag startet.
4. Kein Multitasking
Multitasking = Stress.
Mach eins nach dem anderen – langsamer, aber bewusst. So verhinderst du Stress und das wirkt sich positiv auf deinen Blutzucker aus.
5. Abendliches Loslass-Ritual
Fast wie Punkt 2. Schreib auf, was dich heute beschäftigt hat.
Dann sag dir: „Das darf bis morgen warten.“ Erlaube es dir selbst, das hilft.
Bonus: 3 Kräuter-Tees, die dich durch die Rauhnächte begleiten
- Entspannungs-Tee Auszeit
- Melisse, Lavendel, Baldrian
- Wirkt beruhigend und schlaffördernd
- Mein Mann und ich trinken ihn jeden Abend zusammen, wenn der Kurze im Bett ist… ein schönes Ritual (Hier gibt’s meinen Lieblings-Abendtee*)
- Leber-Detox-Tee
- Löwenzahn, Mariendistel, Pfefferminze
- Unterstützt deinen Körper beim Entgiften nach Feiertagen
- Herzöffner-Tee
- Rose, Hibiskus, Vanille
- Für alle, die mehr Wärme und Sanftheit spüren wollen
Häufige Fragen (Q&A)
❓Ich hab keine Zeit für 12 Nächte Rauhnächte Rituale – bringt’s dann überhaupt was?
Ja! Auch eine einzige bewusste Nacht wirkt.
Mach einfach deine persönliche „Mini-Rauhnacht“. Es gehtum das Ergebnis, nicht um den perfekten Zeitpunkt.
❓Was, wenn ich nicht spirituell bin?
Kein Problem. Sieh’s pragmatisch: Es ist eine Achtsamkeits-Routine mit Symbolkraft.
Und die tut jedem gut – egal, ob du ans Universum glaubst oder an deinen Wochenplaner.
❓Muss ich räuchern?
Nein. Kannst du, musst du aber nicht.
Wenn du empfindlich reagierst: Nimm ätherische Öle oder Duftkerzen.
❓Was, wenn alte Emotionen hochkommen?
Dann läuft’s richtig!
Das ist der Sinn der Rauhnächte – Ballast zeigen, damit du ihn loslassen kannst.
Atme, schreib’s auf, geh spazieren, trink Tee.
❓Wie merke ich, dass sich was verändert?
Oft erst später.
Manche sagen, sie fühlen sich „klarer“, andere bekommen plötzlich Chancen, die sie im Dezember noch nicht sahen.
Fazit: Rauhnächte Rituale helfen dir, deinen Stress (und deinen Blutzucker) zu reduzieren
Wenn du das Gefühl hast, das Jahr ist an dir vorbeigerannt – dann sind die Rauhnächte genau das, was du brauchst.
Sie sind kein Trend, sondern ein uraltes Ritual, das dich zurück zu dir bringt.
Und ja, du wirst merken:
Je mehr du loslässt, desto weniger Stress bleibt.
Je mehr du aufschreibst, desto ruhiger wird dein Kopf.
Und je mehr du vertraust, desto leichter fühlt sich das Leben an.
Also: Stell die Kerze auf, mach das Handy aus – und gönn dir deine ganz persönliche Pause vom Funktionieren.
Denn das neue Jahr wartet schon – und diesmal nimmst du dich selbst mit. 💫
P.S.:
Wenn du Lust hast, deine Ziele im neuen Jahr wirklich zu erreichen, empfehle ich dir nicht nur die Rauhnächte Rituale, sondern auch die Erstellung eines Vision Boards – denn nicht’s motiviert mehr, als sich sein Traumleben Tag für Tag vor Augen zu halten.
In diesem Artikel findest du mehr Infos dazu, wie ein Vision Board dir helfen kann (inkl. Vision Board Vorlage zum Ausdrucken!)
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